Filialkirche “St. Ulrich” Unterempfenbach

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Über die Vorgeschichte des bestehenden Baus gibt es keine schriftlichen Quellen. Der heutige Baubestand macht jedoch deutlich, dass der Kern bis in die Spätromanik zurückreicht.

1754 erfolgte die Barockisierung

Bis 1813 gehörte Unterempfenbach zur Pfarrei Sandelzhausen

Ab 1813 waren Unter- und Oberempfenbach Filialen der Pfarrei Rottenegg

1873 Anschaffung einer neuen Orgel

1906 Verlängerung des Kirchenschiffs nach Westen; Neugestaltung des Innenraums

1908 Anschaffung eines neuen Kreuzweges

1912 Unterempfenbach wird Filiale der neuerrichteten Pfarrei Oberempfenbach

1922 Sanierung der Altäre & Anschaffung zwei neuer Stahlglocken

1983 Innenrestaurierung

Der Hochaltar ist eine aufwändige Rokoko-Anlage mit seitlichen Durchgängen, betont schlank eingepasst in den schmalen mittelalterlichen Chorturmraum. Im Zentrum befindet sich die Statue des Hl. Ulrich.

Pfarrkirche “St. Andreas” Oberempfenbach

Geschichtliche Daten

In einem Pfarrverzeichnis von 1326 wird Aempfenbach bereits als Seelsorgestelle aufgeführt.

1380 wird die Kirche Oberempfenbach dem Kollegiatstift Essing inkorporiert.

1806: Brand der Pfarrgebäude, daher keine Nachrichten zur früheren Pfarrgeschichte

1834: Verlängerung des Kirchenschiffs nach Westen

1848: Anschaffung eines neuen Kreuzwegs

1857: Anschaffung von drei neuen Glocken

1859: Errichtung des Sakristeianbaus

1869: Anschaffung von vier neuen Glocken

1870: Einsturz des Turms

1871: Wiederaufbau des Turms

1878: Anschaffung eines neuen Kreuzwegs

1882/83: Grundlegende Neugestaltung der Kirche

1901: Anschaffung drei neuer Glocken

1913: Erweiterung des Friedhofs

1969: Moderne Umgestaltung

 

Der Kirchenbau ist zu Teilen noch mittelalterlich, der Chor in seinen Umfassungsmauern spätgotisch. Man darf davon ausgehen, dass spätgotisches Mauerwerk vorhanden ist.

Der Turm ist in den ersten beiden Geschossen noch mittelalterlich. An der Geschossgrenze zum zweiten Obergeschoss finden sich in den Ecken gemauerte Tromben. Darüber scheint der Turm neu aufgemauert zu sein, wohl eine barocke Maßnahme. Im dritten Obergeschoss befinden sich die 4 großen Glocken aus jüngerer Zeit.

Der Altarraum hat in den 1960er Jahren seine neugotische Ausstattung verloren und wurde wie damals üblich sachlich nüchtern neu ausgestaltet. Davon stammen Altar und Tabernakel Eine zweite Neugestaltungswelle folgte 1998. Hiervon stammen der Ambo, die Sedilien, die kleine Wandkredenz und das große Kreuz an der Wand. Die Glasgemälde stammen ebenfalls aus dieser Zeit und wurden nach einem Entwurf des Mainburger Künstlers Helmut Münch geschaffen. Im Okulusfenster erscheint das Christussymbol. Das linke Fenster enthält die eucharistischen Symbole, Kelch und Brote als Zeichen des Abendmahls, am Fuß ist das Gestänge von Hopfengärten zu sehen. Im linken Fenster ist ein Schiff auf dem Meer dargestellt, das die Netzte auswirft und darüber die Hl. Geist Taube.

Kirche „St. Wolfgang“ Marzill

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der Ortsname Marzill lässt sich vermutlich von Mariazell ableiten. Höchst eindrucksvoll liegt die spätgotische Kirche auf weitgehend offener Flur in engem Verbund mit einem großen Bauerngehöft. Die heute vorbeiführende Straße geht nicht auf einen historischen Verkehrsweg zurück.

Die heutige Kirche stammt aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert und wurde im späten 17. Jahrhundert barockisiert. Sie war über Jahrhunderte bis in die jüngere Vergangenheit Ziel einer regen Wolfgangswallfahrt.

Im barocken Hochaltar sind die Figuren von St. Ulrich und St. Rupert zu sehen. In der Mitte findet sich ein Gemälde des Heiligen Wolfgangs.