Was ist Allerheiligen/Allerseelen?

Zuerst bedanken wir uns bei unseren Schutzheiligen, dann beten wir für unsere Verstorbenen: Am 1.November feiern wir das Fest Allerheiligen und am Tag danach Allerseelen.

An Allerseelen werden die Friedhofsgräber sehr festlich geschmückt und besonders herausgeputzt. Nicht nur Christus beschützt uns sondern auch unsere Heiligen und Schutzpatrone.

Die Krankenschwester, die im Weltkrieg den verwundeten Soldaten Trost spendete und selber völlig verzweifelt war. Der Entwicklungshelfer, der bis zur völligen Erschöpfung schuftete, um fremden Menschen Essen und Unterkunft geben zu können. Oder die junge Angestellte, die neben ihrer Arbeit noch ehrenamtlich junge Waisen betreute und auf jedes Privatleben verzichtete. Sie alle können auch „Heilige“ sein, ohne dass sie offiziell bestätigt wurden. Die meisten sind längst vergessen, oder ihre Leistungen wurden niemals bekannt. Am 1.November aber gedenken wir aller Heiligen, auch derer, „um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott“. Keiner wird vergessen, Gott kennt alle seine Kinder. Wir bitten die Heiligen auch um Fürsprache und hoffen, dass sie sich unserer Sorgen annehmen. Dies ist ein Tag der Andacht.

Wir helfen unseren Verstorbenen mit Gebeten, Fürbitten und Messen

Beim Gräberumgang werden die letzten Ruhestätten der Verstorbenen gesegnet. Oft werden Hefezöpfe angefertigt, das beliebte Allerheiligengebäck, genannt „Seelenwecken“. Wichtiger aber noch: Die Angehörigen schmücken die Gräber mit Blumen und Gebinden – die Friedhöfe zeigen sich oft in einem völlig anderen als sonst.

In Ober-/Niederbayern wird oft der sog. „Seelenwecken“ zum Gedenken gebacken In anderen Teilen Bayerns und Deutschlands sind oft auch sog. „Trauerzopfes“ der Brauch

Bei den Grabsteinen und Kreuzen flackert häufig ein „Seelenlicht“, ein Symbol des „ewigen Lichtes“ das den Verstorben leuchten soll. Das Seelenlicht bleibt auch noch am nächsten Tag stehen, zum Fest Allerseelen.

Die Gräber werden für die Verstorbenen dekoriert, um zu zeigen das sie nicht vergessen sind./span> Das „Seelenlicht“ soll zeigen das dem Verstorbenen das „Ewige Licht“ begleitet

Der 2.November ist Tag des Gedächtnisses und wird schon Allerheiligen eingeleitet: Denn das Aufstellen des „Seelenlichts“ ist ja eine Geste für die Verstorbenen. Die Gräber werden mit Kränzen und Zweigen, manchmal auch Bildern dekoriert. Darüber hinaus wird im November der Toten auch an anderen Tagen gedacht: am Volkstrauertag und in der evangelischen Kirche am Totensonntag.

Das Gedächtnis der Verstorbenen kann mit der Familie, aber auch ganz alle am Grab eines treuen Menschens stattfinden.

Moderne Kommunikationsmittel

Bistum Regensburg entwickelt Handy-App für Firmunterricht

Das Bistum Regensburg hat eine Firm-App entwickelt und freigeschaltet. Für viele Firmlinge sei das Smartphone ein täglicher Begleiter und ein wichtiges Kommunikationsmittel, teilte das Bistum am Montag mit. Die App könne eine sinnvolle Ergänzung zur Firmvorbereitung und ein Medium sein, um sich mit Firmung und Glaube auseinanderzusetzen.

Die Firm-App enthält laut Bistumsangaben neben grundsätzlichen Informationen zur Firmung auch kleine Videos, die anregen sollen, über die Firmung nachzudenken. Unter der Rubrik “Spirituelles” befänden sich auch Grundgebete, ein Beichtspiegel, Bild- und Textimpulse sowie als Audio auch Lieder zum Anhören und Mitsingen. Die App, die unter dem Link www.firmapp.org zu finden ist, könne auch eine Bereicherung für Pfarrgemeinden und Schulen sein, hieß es.

Erstellt wurden die Beiträge von einer Arbeitsgruppe in der Fachstelle für Gemeindekatechese in Kooperation mit dem bischöflichen Jugendamt.

epd

https://firmapp.org/page/meine-firmung/

Der heilige St. Martin – Wer war das ?

Wer war der heilige St. Martin?

Martin war ein römischer Soldat, der um das Jahr 316 nach Christus geboren wurde. Der Legende nach ritt er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbei. Der Mann tat ihm so leid, dass Martin mit dem Schwert seinen warmen Mantel teilte und dem Bettler eine Hälfte schenkte. In der Nacht erschien Martin der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen.

Der Legende nach teilte der Heilige St. Martin seinen Mantel mit einem Bettler.

Noch heute wollen wir an St. Martin denken in dem wir mit unseren Laternen durch die Straßen ziehen.

Was hat die Gans mit Martin zu tun?

Der Legende nach versteckte sich der Heilige Martin bei den Gänsen im Stall.

Nach diesem Erlebnis ließ sich Martin taufen und im christlichen Glauben unterrichten. Später baten ihn die Menschen der Stadt Tours (heute Frankreich), ihr Bischof zu werden.

Doch der bescheidene Martin hielt sich des Amtes nicht für würdig und versteckte sich – einer Überlieferung zufolge – in einem Gänsestall. Die schnatternden Vögel verrieten ihn allerdings und er wurde doch zum Bischof geweiht.

Rund 30 Jahre lang war Martin Bischof von Tours und soll zahlreiche Wunder vollbracht haben. Am 11. November 397 wurde er zu Grabe getragen und später heilig gesprochen.

Noch heute ist Sankt Martin der Schutzpatron etlicher Berufsgruppen, darunter der Winzer, der Weber und der Schneider. Außerdem kümmert er sich der frommen Überlieferung nach um Bettler, Soldaten und Haustiere.

Impulse zum St. Martinsfest

Der Heilige St. Martin auf einem Gemälde des 15. Jahrhunderts, das Gemälde enthält eine Zeitschrift des Sternsinger Verlages. (drauf klicken)