Friedhofskapelle “St. Michael”

Friedhofskapelle St. Michael Mainburg

Kommt man im städtischen Friedhof durch das Haupttor in Richtung Leichenhalle, so findet man gleich links die Friedhofskapelle St. Michael.

Seit der Einweihung 1982 wird jährlich am 29. September, dem Patroziniumsfest eine hl. Messe nach Meinung der freiwilligen Helfer gefeiert und vom Singkreis der Kolpingsfamilie mitgestaltet. Außerdem wird alle Jahre an Allerseelen um 10 Uhr eine Messe gehalten.

Geschichte der Friedhofskapelle St. Michael

Die Friedhofskapelle St. Michael wurde im Jahre 1822 erbaut oder vielleicht auch nur weitgehend erneuert. Dies geht aus der Steintafel mit der Jahreszahl 1822 neben dem Eingang hervor. 


Vom Zahn der Zeit geplagt, drohte die Kapelle zu verfallen. Um die Kapelle zu erhalten gingen freiwillige Helfer, hauptsächlich aus der Kolpingsfamilie, nach einer Idee von Dreier Sebastian unter tatkräftiger Mithilfe von Hofbauer Johann, in Absprache mit Herrn Pfarrer Lehner und Architekt Martin Huber im Jahre 1981 an die Arbeit, um die Kapelle zu renovieren. Begonnen wurde mit dem Abriss eines an der linken Vorderseite stehenden Anbaues, und dann wurde nacheinander das Dach, der Verputz der Wände, die Decke und der Fußboden erneuert. Der Altarraum wurde durch ein abschließbares Gitter abgetrennt, damit die Kapelle tagsüber offen gelassen werden konnte.

Die Kirchenbänke, die bei der Einlagerung einem Brand zum Opfer fielen, wurden neu gefertigt. Die Arbeitseinsätze fanden hauptsächlich jeweils am Samstag statt. Die Renovierung gestaltete sich so zeitaufwendig, dass auch im Jahre 1982 noch weitergebaut werden musste. Dabei wurden von etwa 60 Freiwilligen um die 2200 Arbeitsstunden geleistet.

Im Herbst 1982 war es endlich so weit und die Wiedereinweihung fand am Patroziniumsfest des Hl. Michael, am 29. Sept. 1982 durch Stadtpfarrer Lehner statt.

Nach Abschluss der Renovierung war mit Arbeiten an der Kapelle noch nicht Schluss. So wurden :

– Am 09.05.92 ein Kabel verlegt, damit zu jeder Messe sowie zum Anstrahlen in der Advents- und Weihnachtszeit stets elektrische Energie vorhanden ist.

– Am 29.09.95 wurde in der Mauerniesche über der Eingangstüre ein Bild „Erzengel St. Michael” gesegnet, das vom Kirchenmaler Anton Siebler gefertigt wurde.

– Am 16.08.2000 brannten Plastikhülsen der Kerzen und der gesamte Innenraum der Kapelle wurde verrußt. So musste die Kapelle geschlossen, gereinigt und neu gestrichen werden. Es ging schnell vonstatten; am 29.09.2000 konnte die Messe zum Patrozinium termingemäß wieder stattfinden.

Innenraum der Friedhofskapelle St. Michael


Aus früherer Zeit sind noch Einrichtungsgegenstände vorhanden: das Kreuz am Altar und die Marienfigur rechts vom Altar. Die Figur des hl. Michael an der linken Seite vom Altar stammt aus der Zeit der Renovierung 1982. Die Glocke auf dem mit Schindeln gedeckten Turm aus dem Jahre 1774 hat einem Durchmesser von 33 cm.